Donnerstag, 19. April 2012

Luftlinie - Modus

Habe gerade erfolgreich von OpenFietsMap die Europakarte gezogen, mit MapSource nur die ca. 200 Karten (Kacheln) von B-NL-DEU (knapp 2 GB) komplett auf eine MicroSD 4 GB Zusatzkarte gesendet. Dabei musste die Karte nicht im Garmin selbst eingelegt sein.
Diese MicroSD dann in den Garmin Oregon 550 eingelegt und nach dem Einschalten wurde die Map (B-NL-DEU) sofort angezeigt (und ist bereits aktiviert). 
Eine erste schnell eingestellte Route über die Grenze hinweg war sofort korrekt und ohne Probleme!  

So, durch den nächtlichen Versuch, einen zu großen Track direkt auf das Garmin wenige Stunden vor der Fahrt zu senden, hatte ich ja den Speicher geflutet und musste das Gerät zurücksetzen. 

Fehlerszenario:

Garmin zeigt permanent: Speicher voll
Per PC kann auch nicht mehr auf das Gerät zugegriffen werden, da es sich sofort wieder abmeldet/abschaltet.

Master-Reset: 


  1. Gerät ausschalten.
  2. Finger auf die obere linke Ecke des Displays drücken und vorerst dort halten.
  3. Gerät einschalten und dabei den Einschaltknopf 5 Sekunden gedrückt halten.  
  4. Nun nur den Einschaltknopf loslassen, aber den Finger auf dem Display lassen.
  5. Display-Ecke gedrückt halten bis die Frage "Sollen alle Daten gelöscht werden?" erscheint. 
  6. Finger von der Display-Ecke nehmen.
  7. Die Frage mit "Ja" bzw. "Yes" beantworten.


Unter anderem hatte ich auf die Werkseinstellung zurückgesetzt. 
Leider ist in der Werkseinstellung unter
Einstellung Routing die Routenpräferenz auf Luftlinien-Modus eingestellt. 
Jetzt steht es wieder korrekt auf kürzeste Zeit. 
Ergebnis - die Route wird sofort auf den Straßen korrekt angezeigt und nicht eine gerade Luftlinie. 

Meine Probleme wären wesentlich geringer gewesen, wenn ich nur 5 Minuten über das Drama in Ruhe nachgedacht hätte ... es lag also weniger am Navigationsgerät, sondern mehr an den Einstellungen, und die sind ja variabel. 

Wahnsinn, ich fuhr mal eben nach Dronten und holte mein Quest



 bin wieder zurück.


Die Storry "Mit dem Auto hin und mit dem Quest zurück"

Die Eckdaten für die Statistik: 
Abfahrt in Dronten kurz nach 12:00 Uhr (lt. Garmin)
Ankunft in Wegberg genau 1:31:29 Uhr (lt. Garmin und Tacho)
Reisezeit ziemlich genau 13,5 Stunden 
= Pausenzeit/Stillstand knapp 2 Stunden (errechnet)


251,40 km auf 13 Stunden = AVG 18,6 km/h brutto
lt. "Cateye Enduro 8" Tacho des Quest wurde ermittelt  AVG 21,8 km/h netto


... und ein einziges Mal eine MAX von 49 km/h aber da musste ich bremsen, weil ich zur gleichen Zeit einen ersehnten Anruf bekam.


Excel Formel zur Errechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h
Füllwert Zelle A1 = Gesamtkilometer
Füllwert Zelle B1 = Fahrtzeit (Zellenformat Zeit hh:mm:ss)
die eigentliche Formel:
=A1/(Stunde(B1)+Minute(B1)/60+Sekunde(B1)/3600)


Schwierigkeiten während der Fahrt

Eigentlich wollte ich auch ein paar Fotos machen, aber aufgrund der Fahrbelastung habe ich davon Abstand genommen. 


  1. Dank meiner eigenen Versuche, doch noch die NL und die DEU Karten korrekt aufzuspielen (in der Nacht zum 18.04.), konnte das Garmin letztendlich nicht routen. 
  2.  Man sah auf den vorbereiteten Teilrouten leider nur Luftlinien und die Routen waren allesamt so im Bereich 50 oder mehr km. Das Sich-Verfahren begann quasi bereits in Dronten.
  3. Das Garmin habe ich mir provisorisch vom Velomobiel.nl-Mitarbeiter Josh am Lenker befestigen lassen. Nachteil: Aussteigen schwierig da der Tiller (Lenkstange) nicht mehr unter die Einstiegswulst geklemmt werden kann und beim Aus- und Einsteigen somit im Weg ist. Man muss den Tiller auf einem Bein balancierend ablegen während man ein- oder aussteigt. Geht zur Not, ist aber keine Dauerlösung. 
  4. Unterwegs ist mir dank Roaminggebühren im Ausland meine Prepaid-Karte leergelaufen. Ich hatte mich zwar anrufen lassen, aber mein Guthaben war sehr schnell aufgebraucht. Das war in Nijmegen, als ich von mir daheim Fahranweisungen geben lassen wollte.
  5. Die NL-Karte, die ich sicherheitshalber mitgenommen hatte, ist im Maßstab 1:250.000 und somit zu grob, um mit einem Fahrrad durch Innenstädte zu navigieren. 
  6. Aufgrund der neuen Fahreindrücke und der noch bestehenden Unsicherheiten bin ich bis auf die letzte Stunde in DEU zu 95 % über Radwege gefahren.
  7. Umleitungen: Einige meiner Routen wiesen Sperrungen auf. So z. B. auf dem wichtigen Teilstück N310 Rtg. Nijmegen. Ich fuhr eine, wie mir schien, Alternativroute, die leider über einen Campingplatz (Sackgasse) führte und ich somit die Strecke wieder komplett zurück radeln musste. Bin dann einfach über die N310 weitergefahren. Der Radweg war komplett weggerissen. Die N310 in diesem Teilstück (noch) befahrbar. Am Ende der Baustelle konnte ich wieder auf den Radweg wechseln. Puh... Wetter: Es fing so schön an. Kein Regen, nur Bewölkung und alles trocken ... so für ca. 1,5 Stunden. Danach in regelmäßigen Abständen, wie es sich für Aprilwetter gehört, starke Schauer, kleinere Regengüsse aber am Schlimmsten waren die ca. 3 Stunden Nieselregen. Das führte zur Schwierigkeit Nr. 7:
  8. Regentropfen flogen auf meine Brille. Bei Tageslicht noch kein großes Problem aber mit zunehmender Dunkelheit wurden die Brillengläser so zur Streuscheibe. Ich konnte teils den Radweg nicht mehr vor mir ausmachen. 
  9. Flintstone durch Wendemanöver: Ich weiß nicht, wie oft, aber so einige Male habe ich die Flintstonenummer anwenden müssen. Dabei wird mit einem Bein durch die Fußöffnung hindurch das Quest nach hinten geschoben. Es hat ja keinen Rückwärtsgang. Einmal musste ich eine Straße überqueren und bin wegen der falschen Kurvenberechnung mit den Vorderrädern statt auf dem Asphalt nun in ein Loch daneben  geraten. Das sind die Kuhlen, die von PKWs etc. gefahren werden, wenn diese zu schnell durch die Kurve fahren oder weil sie Gegenverkehr haben. Letztendlich bin ich leider aufgesetzt. Die anschließende Flintstonenummer hatte es in sich. Aussteigen wäre komplizierter geworden. 
  10. Mir machten trotz 4,5 ltr. Mineralwassers mit geringstem Kohlensäureanteil Waden und Oberschenkelkrämpe die Überfahrt schwer. Ich war schon kurz vor dem Aufgeben. Aber durch das Weiterkurbeln bei geringerer Belastung verschwanden die Krämpfe nach einiger Zeit. Erst in DEU angekommen, musst ich noch ein paar Hügel überfahren. Bei diesen kleineren Steigungen und der bereits in den Beinen steckenden 220 km musste ich teils in den kleinsten Gang runter. Die Oberschenkel meldeten sich wieder. Die Gesamtstrecke war für einen Anfänger wie mich eigentlich zu viel. Die Schwierigkeiten der Navigation verstärkten dieses Problem. Zwischenzeitlich wollte ich wegen der Krämpfe, des Regens, der Dunkelheit und der sich daraus ergebenden Blendung durch PKWs aufgeben. Ich suchte verzweifelt nach Hotels etc., fand aber keine und auch die Nachfragen bei Passanten brachten nur eine Erkenntnis: die haben alle ein Zuhause und wissen einfach nicht, wo Hotels sind. Das Navi, sonst für sowas natürlich perfekt geeignet, wollte ich nicht befragen. Ich war froh, dass es wenigstens die Zielpeilung
    S bzw. SO anzeigte. Damit kam ich ja auch schlussendlich zuhause an.
  11. Die besondere Herausforderung bestand darin, den Weg über den Radweg entlang der A50-Brücke zu finden. Da war ich schon nahe an der Verzweiflung.


Schöne Dinge während der Fahrt:


  1. Das Carbon Quest ist tadellos verarbeitet.
  2. Die Claxon oder zu deutsch Hupe gab schnell nur noch ein Quietschen von sich. Der Akku hielt aber über Stunden hinweg die volle Beleuchtung aus! Ein Akkutausch blieb mir somit erspart.
  3. Anhalten ist mit einem Dreirad wirklich leichter als mit einer Liege (LR).
  4. Die Natur um mich herum, wenn ich mal über Land fuhr, war wirklich schön zu erleben. 
  5. In den NL sind die Radwege wirklich wesentlich besser. Das letzte Stück Weg in DEU bin ich auch über einen Radweg gefahren. Wurzelausbrüche bis hin zu Asphaltstreifenausklinkungen (Wegnahme wg. Wurzeln ist ja einfacher als zu korrigieren bzw. reparieren) war auf den wenigen Km so gehäuft, dass ich bereits Angst um mein schönes neues Quest bekam. 
  6. Keinen Platten dank perfekter Radwegezustände in NL. Leider wird in DEU gerne mal Flaschen und Müll aus dem PKW heraus Richtung Radwege entsorgt. Darum ist das Befahren der Radwege hierzulande, besonders im Dunkeln eher was für Leute mit Nehmerqualitäten.
  7. Die Unbilden der Witterung konnten mir nicht wirklich etwas anhaben. Allerdings muss ich die Sinner-Haube noch nacharbeiten, damit nicht allzu viel Wasser den Weg auf meine Brille findet.
  8. Das Reiseproviant bestehend aus 4 Äpfeln, zwei eher harten kleinen Birnen und ca. 250 g Trauben-Nuss-Müsli, welches ich trocken aß, reichten völlig aus. Von den 4,5 ltr. Wasser habe ich den letzten Liter nicht mehr benötigt. 
  9. "Pipi machen" ist aufgrund der anstrengenden Tätigkeit quasi nicht nötig.
  10. Das Quest ist selbst in den Niederlanden ein Hingucker!



Fazit: 

Das Carbon Quest ist ein prima Gefährt. Es hat mich treu über 250 km hinweg relativ komfortabel getragen. Als Zusatzgepäck hatte ich ja 4 Ersatzschläuche mit um etwaige Plattfüsse (lecke Banden) zu beheben. Auch hier hatte ich dank guter Bedingungen auf NL - Radwegen Gott sei dank keine Probleme.
Wenn mein Beine vielleicht morgen noch etwas schmerzen mögen, die Rückfahrt wird mir sicher lange in Erinnerung bleiben. Die schlechten Eindrücke werde ich vergessen und so langsam werde ich mich nur noch an die schönen Strecken und Momente auf der Rückfahrt erinnern. 


Würde ich diese Überfahrt ein zweites Mal wagen?
Gestern Nacht hätte ich lauthals Nein geschrien. Heute morgen ist es bereits ein Vielleicht. Darum möchte ich Leuten, die sowas ebenfalls machen möchten, unbedingt eines ans Herz legen:
Die Navigation heimwärts kann gar nicht gut genug sein. Man braucht immer einen
Plan B wenn das Navi ausfällt. Ansonsten würde ich sagen JA, es ist prima, wenn man nachher seine eigene Leistung sieht. 


P.S.
Mögliche Interpunktions- und/oder Rechtschreibfehler im obigen Text sind mir heute völlig egal 
Wer bis hierhin gelesen hat, der wird auch eine solche Überfahrt bestehen. 

Donnerstag, 12. April 2012

Die erste Ausfahrt rückt in greifbare Nähe.


Gerade habe ich per Email von Ymte Sybrandy (Velomobiel.nl) den Abholtermin bestätigt bekommen.

Mittwoch, 18.03.2012 



Hier zwei Bilder, auf denen man ein Carbon Quest in der Farbkombination sehen kann, wie ich es geordert habe:

Die Bilder stammen übrigens von der Homepage Velomobiel.nl und sind dort unter Gallery Foto's Album QUEST zu finden :)

.

...  und noch ein interessantes Video aus dem Jahre 2007 mal grundsätzliches zum Thema Liegerad: Faszination Wissen BR 2007

Mittwoch, 14. März 2012

Carbon Quest Ausführung / Ausstattung

                         Technische Ausstattung:
Quest
·  Oberteil (Deckel) Carbon (Sichtcarbon)
·  Unterteil Carbon; (weißer Gelcoat)
Länge
·  2850 mm
Breite
·    765 mm
Höhe
·    870 mm (unbelastet Heckhutze)

·    770 mm (Deckel vorn am Einstieg)
Radstand
·  1300 mm
Gewicht
<  30 kg fahrfertig! (ready-to-ride, incl. Batterie)
Wendekreis
·  11 m (abhängig von der verwendeten Reifenbreite vorn.
·  Griff "Onkenhout" ausklappbare Rangierhilfe
Federung
·  vorn: normale (standard) Federn
·  hinten: harte (rote) Federn
Räder
    Lenkung

    Antrieb
·  vorn: zwei 20 Zoll Räder,
einseitig aufgehangen,
Achschenkellenkung
·  hinten: 26 Zoll Rad
einseitig aufgehangen,
Antrieb
Spiegel
·  zwei B&M Spiegel (angepasst)
Sitzwinkel
·  35 bis 40º einstellbar
Frontlicht
·  B&M Lumotec IQ Cyo (von innen verstellbar)
·  Tagfahrlicht durch zwei leuchtstarke LEDs

Rücklicht
·  Spanninga LEDs Verwendung als
Rücklicht,
Bremslicht,
Nebelschlussleuchte
Blinklicht
·  Je Seite 2 LEDs vorn und hinten (8x luxeon 1W LED)
Hupe / Horn
·  Elektrisch (vorne an der Unterseite des Bugs)
Akku etc.
·  B&M NiMH 6v 4.1 AH 3.5mm Akku (zweites als Reserve)
B&M Akkuladegerät
LED-Leselampe (Innenbeleuchtung)
                       Radtechnik (Innenleben)
Zahnkränze
·  vorn:   Drivline ISIS triple 57/42/30  (Standard wäre 53er)
·  hinten: Shimano HG80 9v 11/12/13/14/16/18/21/24/28
Schaltwerk
·  vorn: Shimano Tiagra
·  hinten: Sram X-9
Schaltung
·  Sram Grip shift X-9K
Kette
·  KMC X9 SL Gold
Kettenrolle
·  Teilbare Kettenrollehalterung (Wim Schermer)
Tretlager
·  VP MB-606 Achse: Titanium 6AI / 4V. 
eloxierte Aluminiumscheide und Tassen.
Pedale
·  Shimano PD-A600
Bremsen
·  SA Aluminium 90mm Trommelbremsen (einseitig montiert)
Reifen
·  28-406 Schwalbe Durano vorn (20“)  8,0 Bar 115 PSI
·  50-559 Schwalbe Kojak hinten (26“)  5,0 Bar   70 PSI
Lager
·  SKF E2 Leichtlauflager
Speichen
·  13/14      176 mm butted (sapim strong) (vorn)
               (+10 Reserve)  (36 St
ück je Rad verbaut)
·  14-15-14 264 mm butted (sapim race) (hinten)
               (+10 Reserve) (36 je Rad verbaut)
Felgen
·  Schothorst Alu 36g bzw. Rigida 32mm Maulweite hinten
                     
Sinner RaceCap Rennhaube Carbon (Sichtcarbon)



Liefertermin

Heute habe ich nochmals per Email bei Velomobiel.nl wegen des Liefertermins angefragt.

Und ?

Ja, es wurde, wenn auch unter Vorbehalt und zaghaft die 16. KW angegeben.
Ich hatte bezogen auf die Email von Februar bereits Urlaub angemeldet.
Das musste ich bereits früh machen und mich mit Kollegen abstimmen, so, wie
es viele Arbeitnehmer auch müssen. Der Osterurlaub wurde bereits genehmigt.

Wenn alles so läuft wie es sich gerade abzeichnet, werde ich also im Urlaub
mein weißes Carbon Quest (Carbondeckel nur Klarlack) abholen dürfen.


Freu    FREU    F R E U !!!    Bald VM fahren.

Montag, 12. März 2012

März 2012 - Zwischenstände

So, der Frühling scheint da zu sein. Frost, zumindest hier am Niederrhein ist vorerst nicht mehr (dauerhaft) zu erwarten.

Das Quest wird leider erst im April geliefert.

Die BMW ist seit heute nicht mehr in der Garage.
Es freut mich in der Hinsicht, dass ich nun keinen Kraftstoff mehr nur zur Freude am Fahren verpulver.
Das soll nicht heißen ich hätte es früher nicht gern getan. Allerdings muss man auch mal seinen Standpunkt ändern wenn einem bessere Informationen vorliegen die eben eine andere Sichtweise erfordern. Dem neuen BMW-Besitzer wünschte ich dennoch viel Freude mit der RT

Bald, bald, bestimmt bald kommt mein Carbon Quest.
Dieses Design finde ich übrigens sehr schön:









... und stammt aus diesem Film
http://www.youtube.com/watch?v=slXT1NWaGm8&feature=related 
("Dieses Video ist aufgrund von Urheberrechtsbeschränkungen in Deutschland nicht verfügbar.")