Sonntag, 28. Juli 2019

Und? Wie läuft's ?

71,09 km ... läuft.  :D  wenn es so weiter geht, wird es sicher bald wieder normal für mich sein im Velomobil zu "reisen".

Samstag, 27. Juli 2019

Birzman Maha Push & Twist Tiny Tanker Standpumpe

Birzman Maha Push & Twist Tiny Tanker Standpumpe  
ist meine neue Pumpe für das DFxl sowohl auf Tour als auch in der Garage. 
Die Pumpe ist super. Allerdings braucht es etwas Geschick / Übung den Patentkopf der Pumpe über das Presta oder SC-Ventil aufzusetzen. Denn anders als im Video: https://www.youtube.com/watch?time_continue=21&v=IapyPGeiKI8  sind ja Speichen verbaut. 

Sitz der Pumpenkopf allerdings auf dem Ventil, ist das Aufpumpen ein Kinderspiel :)  

Dienstag, 16. Juli 2019

Die erste Fahrt ... naja, die ersten 5 km ... hüstel


Die erste Fahrt.
Am Sonntag habe ich das DFxl in Frankreich abgeholt, 1425 km in 17 Stunden reiner Fahrzeit bzw. 04:30 Uhr los und 0 Uhr wieder daheim.
Montag wollte ich in unserem örtlichen RR-Fahrradladen Cleats kaufen. Leider montags Ruhetag. Kann man nichts machen. Dann eben am Dienstag nach der Arbeit in Neuss kaufen. Wow, 19,95 € statt 13 € im Internet, aber egal, bin heiß, will endlich mal fahren.
Daheim die Dinger drunter geschraubt. Eingestiegen, Probedrehen (rückwärts) Hacken schleifen, wieder ausgestiegen, Cleats in die hinteren Löcher Richtung Hacken geschraubt. Eingestiegen, jetzt scheint es zu passen.
Endlich geht es los. Pumpe und Ersatzschlauch habe ich ebenso wenig wie Ersatzmantel oder Reparaturerfahrung. Darum kann es nur eine kleinere Runde sein.
Zunächst totale Unsicherheit. Liege tief im DF und die Sicht ist irgendwie eingeschränkt. Spiegel nicht korrekt eingestellt, verstellen mit Haube für mich grad nicht möglich.
Okay, das DF liegt mir geschmeidig an den Schultern an. Bin ich zu breit oder ist das DFxl enger als erhofft? Egal, es passt ja grad so.
Die ersten Meter – toll, es läuft. Ein älteres Ehepaar fährt (schleicht) vor mir auf dem engen Radweg. Auf die Straße traue ich mich hier noch nicht. Aber auch das ist erst mal egal. Im Kreisverkehr muss ich zunächst auf die Straße da der Radweg das so vorsieht. Hier überhole ich die Herrschaften endlich. Der Kreisverkehr ist klein und nach auße  abschüssig. So fahre ich noch verhalten hindurch. Huch, der Wendekreis … schon total vergessen wie es damals war. Weiter bis zur Stopstraße und halten. Frei, rüber – Gänge raufschalten muss auch wieder verinnerlicht werden.
Ach Schlumpf – erst mal auf normale Übersetzung schalten. Prima, hat sofort geklappt und die Gänge sind auf einmal normal groß :D  die Meter fliegen, Tachocheck, 38,5 km/h aber es wankt sehr und das DF zieht irgendwie nach rechts. Kann an der Straße liegen, an mangelndem Reifendruck oder einem verstellten Radführung. Kümmere ich mich später darum … jetzt bis zur ersten Straßenquerung und dort einfach mal drehen. Toll, ne Baustelle. Versuche es und, es reicht … nicht ganz. Rückwärtsgang hat es ja nicht. Dann geschickt auf ein Stück Auffahrt raufgefahren und gegenlenkend zurückrollen lassen. Hier ist kein Verkehr was die Sache überhaupt erst ermöglicht. Wieder zurück nach Hause. Bin bereits jetzt total verschwitzt. Bin ich schon zu alt oder einfach noch nicht adaptiert? Ich tippe auf Letzteres.
Die ersten 5 km sind geschafft, mehr ist es nicht geworden. Uff. Hätte gerne noch ein paar Meter gemacht aber ohne Ersatzteile wollte ich es nicht wagen. Die Rennhaube werde ich vorerst nicht mehr nutzen und erst einmal offen fahren um mich zu gewöhnen. ;)
Es war anstrengender als gedacht. Das T-shirt ist nass. 
Dennoch freue ich mich auf eine erste ausgiebige Tour.

Samstag, 29. Juni 2019

Zurück zum Velomobil



Zunächst begann alles harmlos mit den ersten Fahrten zur Arbeit und zurück - prima entspannend :D
Dann ist mir ein PKW an einer Kreuzung beim Anfahren hinten auf's Velomobil aufgefahren. Er hatte zunächst versucht mich zu überholen. Brach den Vorgang des Gegenverkehrs wegen ab und scherte wieder auf die rechte Fahrbahn zurück. Aber da war ich ja und dann hat er mich kurzerhand angeschoben. Das Hinterrad wurde ausgehebelt, das VM drehte sich und das Hinterrad bekam wieder Straßenkontakt. Gegenlenken nutze leider nichts mehr. Ich viel auf die rechte Seite und schlidderte über den Asphalt. Später vor Gericht hieß es dann 50 % Teilschuld da ich nicht den (defekten) Radweg benutzt hätte. Mein Anwalt war zudem schlecht und der des Gegners brillant. Dieser legte dem Richter Bilder des einwandfreien Radweges vor die nur von einer ganz anderen Stelle waren. Dem Richter war das ganze Verfahren sowieso lästig und es wurde mir im Namen des Volkes 50 % Mitschuld an dem Auffahrunfall des PKWler gegeben. "von wegen wer drauf fährt hat immer schuld".

Zusätzlich wurde kurz darauf mein Arbeitsplatz in eine andere Stadt verlegt. Dadurch verlängerte sich mein Arbeitsweg (einfache Entfernung) von 40 auf 90 km. Da war ein sinnvolles Pendeln mit dem VM nicht mehr möglich. Anfangs fuhr ich noch an Wochenenden. Die lange Wegstrecke fraß auch mit dem Auto so viel Freizeit, dass ich bald auch die freien Tage mehr und mehr mit anderen Dingen zubrachte als mit VM-Ausfahrten. Der Unfall hat mir zudem viel von meiner anfänglichen Euphorie genommen. Irgendwann fuhr ich gar nicht mehr. Zum Jahreswechsel 2013 habe ich mich zum Verkauf des Quest entschieden. Im Frühjahr 2014 war es dann weg.

Auf mein damaliges Quest werde ich immer wieder mal angesprochen. Gerne berichte ich von meinen Fahrten zur Arbeit usw. und komme dabei zumeist ins Schwärmen.

Juli 2019: "friday for future"
Wenn man nicht selbst etwas ändert innerhalb der eigenen Möglichkeiten, was soll sich dann insgesamt ändern? Also kaufe ich wieder ein Velomobil. Mein Arbeitsweg hat sich zwischenzeitlich wieder auf 40 km reduziert. Vielleicht pendel ich bald wieder zur Arbeit.

Was wird es denn werden?
Zunächst habe ich mir das vierrädrige Quattrovelo angesehen. Dann aber gelesen, dass es behäbiger ist als ein Quest und manche Leute nicht so schnell damit sind wie zuvor mit ihrem Quest.
Beides wird von Velomobiel.nl verkauft.

DF  (Konstrukteur: Daniel Fenn)
Das DFxl (extra large) wurde Ende 2013 von Daniel Fenn entworfen. In Zusammenarbeit mit Ymte Sijbrandij, ehemals Velomibiel.nl,  wird dieses Fahrzeug von InterCityBike.nl in Dronten, NL endmontiert.

Freue mich schon sehr auf meinen Wiedereinstieg  :D 

Freitag, 6. Juli 2012

Maximaldruck

Korrektur der Druckwerte:
Mir waren wohl die falschen Maximalwerte beim Reifendruck bekannt.
Aufgrund der doch zweimaligen Schlauchdefekte innerhalb von wenigen km habe ich alle Ereignisse nochmals analysiert. Kurz vor dem ersten Platten hinten hatte ich zu meiner 85-km-Tour den Reifendruck kontrolliert bzw. hinten auf 6,5 Bar gepumpt. Der erste Schlauchdefekt ist vermutlich ein ordinärer Schlauchplatzer gewesen und kein ominöser Einstich einer Glasfaserstabsplitters (siehe älteren Eintrag).

Der neue Schlauch hielt mit diesem Druck gerade mal gut 100 km.
Im Velomobilforum suchte ich Rat und es gab Hinweise auf zu hohen Druck.

Daraufhin habe ich die Herstellerseite von Schwalbe direkt aufgesucht und musste feststellen, dass ich mind. 30 % zu hohen Druck im hinteren Reifen gefahren bin.
Das es durch so großen Überdruck zu Schlachplatzern oder vermehrten Schlauchdefekten kommen kann, ist mir natürlich nun auch klar und wird heute noch korrigiert.

Die genauen Angaben des Herstellers Schwalbe:
Durano Raceguard 28-406 (20 * 1.10 Zoll) sollte 6,0 - 8,0 BAR betragen.
Kojak Slick 50-559 (26 * 2.00 Zoll) sollte 2,5 - 5,0 BAR betragen.

ODO 2.492 Gewitterluft






Auf meinem Hinweg zur Arbeit so von 6 bis 7 Uhr kam mir die Luft schon "drückend" vor. Auf der Arbeit angekommen war ich auch komplett durchgeschwitzt. Bisher bin ich immer mit der Rennhaube gefahren. Diese bietet Schatten und einen guten Regenschutz.


Gegen 15 Uhr machte ich frühzeitig Feierabend um vor dem drohenden Gewitter noch Heim zu kommen.
Durch die Innenstadt von Neuss gab es quasi nur Schwierigkeiten. Langsame PKWs, ständig rote Ampeln, eine geschlossene Bahnschranke und ein PKW, der mit Schritttempo etwas zu suchen schien und den Verkehr um sich herum völlig ignorierte. Den PKW konnte ich nicht überholen.
Es war übel heiß und nach den ersten 10 km war ich endlich durch Neuss durch. Da war ich bereits komplett verschwitzt und konnte bereits deutlich die Anstrengung des Pedalierens spüren.
 

Einziges Highlight war die B230, die ich zügig entlang fahren konnte. 
Dann musste ich durch Mönchengladbach und auch hier wieder fast jede Ampeln rot.
Ein Stück ging wieder nur im Schritttempo.

An der letzten Ampel der doppelspurigen Fahrbahn vor der A61 aus MG heraus stand neben mir ein Polizeifahrzeug und wir unterhielten uns. Der Polizist brachte es schnell auf den Punkt. "Ist wohl ziemlich heiß da drin oder?“ Er fuhr bei Grün vor und die ganze Autoschlange hinter mir konnte plötzlich mit genügendem Abstand überholen. Die beiden Fahrbahnen verengen sich zu einer und danach kommt eine Rampe über die A61 hinweg. Rampenabwärts nahm ich wieder Fahrt auf. Mit über 55 km/h fuhr ich auf die Ampel zu und schaffte diesmal auch die Grünphase. Der VW-Bus der Polizei bog an dieser Ampel nach links ab. Sicherlich haben die zwei Beamten nicht schlecht gestaunt mich wieder zu sehen.

Die letzten Kilometer hatte ich noch das zweifelhafte Vergnügen eines gestressten PKW-Führers, der mich knapp überholte und sofort zum Fahrbahnrand nach rechts zog. Dennoch musste auch er an der roten Ampel wenige Meter weiter vorne warten. An dieser bog ich übrigens rechts ab.

Daheim angekommen benötigte ich erst einmal 5 Minuten zum Durchatmen. In diesen Minuten trank ich über einen Liter Mineralwasser. Zisch. Erst nach weiteren 5 Minuten Erholung sah ich Sinn darin unter die Dusche zu "hüpfen". Das bei der gefühlt lahmen Fahrt dennoch ein 35er Schnitt heraus kam, konnte ich fast nicht glauben. 

Dies war bisher die schwerste Fahrt seit der Überführung des Quest aus den Niederlanden.
Heute hab ich den PKW genommen. Die Oberschenkel fühlen sich noch immer mau an. Der eigentliche Grund sind aber die unwetterartigen Gewitter, die für den heutigen Tag vorausgesagt wurden. Das VM ist kein pharadayscher Käfig.



05.07.2012 Anfahrt mit Höhenmeterangabe



05.07.2012 Rückfahrt mit Höhenmeterangabe







Donnerstag, 5. Juli 2012

ODO 2.414 Brenzliche Situation


Gestern auf der Heimfahrt hat das Hinterrad meines VM schlagartig Luft verloren. Kurz zuvor musste ich, Gott sei Dank, an der vorherigen Ampel abbremsen. Somit befand ich mich in der Beschleunigungsphase. Laut Garmin hatte ich an der Stelle, wo mir die Luft aus dem HR entwich, bereits 40 km/h drauf.
Wie gewohnt fuhr ich auf der Landstrasse als das VM plötzlich zu schlingern begann. Erst wenig, dann heftig. Alles innerhalb von einer Sekunde. Man muss die Situation ja erst verarbeiten bevor man geeignete Maßnahmen einleitet. In dieser Zeit war der Reifen hinten bereits platt. Natürlich habe ich „gefühlt“ sofort gebremst und habe das VM zum rechten Fahrbahnrand gelenkt. Dennoch scherte das VM zunächst nach links weshalb ich einen Gutteil der rechten Fahrbahn benötigte.

Die allermeisten Fahrzeuge werden vorne gelenkt und hinten geführt. Ein Platter Reifen kann diese Führung nicht mehr leisten. Da das Quest nur ein Hinterrad hat, ist somit die komplette Führung durch das HR verloren!
Man kann somit das VM nicht einfach nach rechts lenken sondern muss über die Lenkbewegungen das schlingernde Heck ausgleichen. Bis man zum Stillstand gekommen ist, muss man mehrfach durch Gegenlenken das ausbrechende Heck wieder einfangen. Anderenfalls droht das VM auszuscheren, sich quer zu stellen und umzukippen.

Nach dieser Erfahrung muss ich eingestehen, dass ein plötzlicher Druckverlust am Hinterrad eine gefährliche Situation bedeutet. Sollte sich ein Reifenplatzer bei einer höheren Geschwindigkeit ereignen, ist das ein potentielles Unfallrisiko. 

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Vor drei Wochen habe ich neue 20" Durano's bestellt, da ich aufgrund eines Mantelschadens meinen faltbaren Ersatzmantel nutze. Die Firma war sehr günstig, konnte aber drei Wochen lang nicht liefern :(


Daher habe ich bei Hibike.de bestellt und wurde sehr schnell beliefert. Die Preise waren etwas höher aber die Verfügbarkeit war gegeben! Darüber hinaus hat das Unternehmen mich ständig über den Status meiner Bestellung per Email informiert. Vorbildlich. Hier werde ich zukünftig häufiger bestellen :)


Der Plattfuß gestern kam 10 km vor der heimatlichen Garage. Das Loch im Schlauch befand sich direkt neben dem Ventil und somit auf der Innenseite. Den Schlauch habe ich Daheim repariert.
Vielleicht ist mir bei der Montage vor zwei Wochen ein Steinkörnchen mit hineingeraten und hat aufgrund der fast 7 Bar sich durch den Gummi gearbeitet. Sah aus wie ein Durchstoß einer Speiche. 



Nun habe ich hinten einen neuen Kojak, ebenfalls faltbar, aufgezogen. Der wabbelige Reifen lässt sich schlechter aufziehen als die Drahtreifen vorne. Den bisherigen Mantel führe ich nun als Ersatzreifen mit. 
Vorne rechts das gleiche Spiel. Hier habe ich den Faltreifen gegen einen Drahtreifen getauscht. Nun habe ich sowohl einen 20" als auch einen 26" Mantel und je einen Ersatzschlauch an Bord.